Im Oktober sagen wir Gott "Dankeschön" für seine Gaben. Trotz der extremen Wetterlage in diesem Jahr, konnte man auf Feldern und im eigenen Garten Obst und Gemüse ernten.
Um den Dank für unser Essen, unser Leben und auch für unseren Wohlstand, damit wir nicht zu hungern brauchen, zum Audruck zu bringen, wurden schöne Erntealtäre in den Kirchen aufgestellt. In Lichtenau gab es ein Körnerbild, das dem Heiligen Franz von Assisi in seinem Jubiläumsjahr geweiht ist. Franz von Assisi gilt als Patron des Naturschutzes und der Ökologie. Durch seine Naturverbundenheit und seine Preisung der Schöpfung Gottes ist er uns Vorbild im Umgang mit unseren Mitmenschen, den Tieren und der Natur. Der Gottesdienst wurde sehr schön durch die Kinder unterstützt. Sie gestalteten den Gabengang und brachten Wasser, Wein, Brot, Erde und weitere Sinnbilder zum Altar. In Karlshuld gestalteten sie vorab Erntestäbe - Stecken geschmückt mit Beeren, Kräutern und Blumen - die beim feierlichen Einzug in die Kirche getragen wurden.
Und auch heuer gab es wieder die "Aktion Minibrot". Nach dem Gottesdienst wurden kleine Brote verkauft, die Pfarrer Heinrich während der Messe gesegnet hatte. Der Erlös dieser Aktion geht an den "Förderverein Solidarisches Landvolk e.V.". Sie unterstützen damit zum einen ein Projekt der Caritas im Senegal, das die Situation der Menschen dort verbessert: Leichterer Zugang zu Qualitätssaatgut, Einrichtung von Getreidebanken, Umweltschutz durch Wiederaufforstung, Förderung von Gemüseanbau und Viehzucht. Zum anderen gehen die gespendeten Gelder nach Rumänien. In Bukowina werden die Maria-Ward-Schwestern in ihrem Sozialzentrum unterstützt. Kinder werden hier gefördert und in Schul- und Berufsausbildung unterstützt - für einen Weg aus der Armut in ein selbstbestimmtes Leben. Und ältere, alleinlebende Menschen und bedürftige Familien erhalten konkrete Hilfe, wo soziale Netze fehlen. So wird gefördert, was wächst: lebendige Gemeinden, gelebter Glaube und eine Kirche, die Zukunft hat.
Übrigens: Franz von Assisi stellte im Jahr 1223 in Greccio die Geburtsgeschichte Jesu mit lebendigen Tieren nach, was als Ursprung unserer heutigen Weihnachtskrippen gilt.